Kreisbereitschaftsuebung Löningen - Kreisfeuerwehrverband Cloppenburg

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Kreisbereitschaftsübung mit Schwerpunkt Wasserförderung und Menschenrettung
Bilder und Text: Björn Lichtfuß Kreispressewart (Mitte)
Kreisbereitschaftsführer Manfred Bäker hatte ein durchaus realitätsnahes Szenario ausgearbeitet. Bei einem Brand in einer Halle der Firma Remmers Chemie in Löningen wurden Dachdecker verletzt. In dem betroffenen Abschnitt werden sechs Personen vermisst. Auf dem Dach explodiert eine Propangasflasche. Ein Staplerfahrer verliert die Kontrolle über sein Gefährt. Der Stapler kippt um, aus dem Ladegut tritt eine Chemikalie aus. Genug Lage für eine ganze Kreisbereitschaft. Die war, wie es der Übungszufall so wollte, gerade in der Nähe. Die ersten Maßnahmen, Menschenrettung und Brandbekämpfung, wurden von der Werkfeuerwehr Remmers und der Feuerwehr Löningen durchgeführt. Wie es zu erwarten war, wollte Löningens Stadtbrandmeister Heiner Brundiers auf die Unterstützung der gut 130 Männer und Frauen in den vier Zügen nicht verzichten. Die verletzt auf dem Dach eines Nebengebäudes ausharrenden Dachdecker wurden von der Feuerwehr Löningen mit Hilfe der Drehleiter gerettet. Aufgabe des 2. und 3. Zuges war die Rettung der sechs Arbeiter aus der vom Feuer betroffenen Halle. In dem vollständig vernebelten und teilweise zweigeschossigen Gebäude war das keine einfache Aufgabe. Durch lautes Hilferufen und Schmerzensschreie sorgten die Komparsen für Stress bei den Rettungskräften. Die SEG Süd des DRK kümmerte sich um die Geretteten. Im ersten Schritt organisierte die Feuerwehr Löningen die Löschwasserversorgung aus einem Löschwasserteich auf dem Firmengelände. Kurz nachdem der Kreisbereitschaftsführer den Einsatz übernommen hatte, wurde der erste Zug von ihm an die nahe gelegene Hase beordert. Durch eine gut 700 Meter lange Doppelleitung förderten zwei Tragkraftspritzen das Flusswasser an die Einsatzstelle. Der vierte Zug musste die Lage, die durch den umgestürzten Stapler entstanden war, bereinigen. Immerhin waren drei Personen eingeklemmt. Spreizer, Hebekissen und Unterbauhölzer kamen zum Einsatz.
Aus einer Leck geschlagenen Rohrleitung lief eine Chemikalie aus. An dieser Stelle kam das Öko-Tec System der Werkfeuerwehr Remmers zum Einsatz. Die zahlreichen Beobachter verfolgten den Aufbau mit Interesse. Ein aus Folie hergestellter Doppelkammerschlauch von der Rolle, wird auf das benötigte Maß geschnitten, und an den beiden Enden mit Armaturen ausgestattet. Sobald der Schlauch mit Wasser gefüllt wird, passt er sich dem Untergrund an, und hält auslaufende Flüssigkeiten zurück. In der anschließenden kleinen Manöverkritik in der Remmers Werkskantine zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Klaus Boog, Geschäftsführer des Bauchemieherstellers, betonte den Wert des Brandschutzes, bevorzugt des Vorbeugenden für sein Unternehmen. Er dankte der Feuerwehr für die Übung. Mit der Leistungsfähigkeit ihrer Kreisbereitschaft können Kreisbrandmeister Heinrich Oltmanns und Bereitschaftsführer Manfred Bäker zufrieden sein. Nicht nur die gestellten Aufgaben wurden gut erfüllt, auch die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den Einheitsführern lief gut. Sicherlich hat der mehrtägige Einsatz an der Elbe hier seinen positiven Beitrag geleistet.
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